Wie er sich räuspert und wie er spuckt, das hat er ihm glücklich abgeguckt


Wie er sich räuspert und wie er spuckt, das hat er ihm glücklich abgeguckt
Wie er sich räuspert und wie er spuckt, das hat er ihm glücklich abgeguckt
 
Mit diesem Ausspruch wird jemand in nicht gerade schmeichelhafter Weise charakterisiert, dem man vorwirft, dass er sich, ohne eigene Qualitäten zu zeigen, mit eifriger Dienstfertigkeit nach seinem Vorgesetzten o. Ä. richtet und in seinem Bestreben, sich einzuschmeicheln, so weit geht, sich diesem in Gehabe, Äußerungsweise usw. anzugleichen. Der Ausspruch ist ein leicht abgewandeltes Zitat aus Schillers Trilogie »Wallenstein« (»Wallensteins Lager«, 6. Auftritt). In einem Wortgefecht zwischen dem »Wachtmeister von einem Terzkyschen Karabinerregiment« und zwei »Holkischen Jägern« wirft einer der Jäger dem Wachtmeister, der sich etwas darauf zugute hält, in der unmittelbaren Umgebung des Feldherrn Wallenstein das feinere Leben zu haben, Folgendes vor: »Wie er räuspert und wie er spuckt,/Das habt Ihr ihm glücklich abgeguckt;/Aber sein Schenie, ich meine: sein Geist,/Sich nicht auf der Wachparade weist.«

Universal-Lexikon. 2012.


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